EarthGND

Häufig gestellte Fragen

Technische Antworten zu Erdung, NEN-Normen und den EarthGND-Rechnern.

Wie berechne ich den maximalen Erdungswiderstand?

Der maximale Erdungswiderstand hängt vom Netzsystem (TT oder TN), der Art des FI-Schutzschalters und der Berührungsspannungsgrenze (UL) ab. Die Formel lautet Ra ≤ UL / Ia. Der EarthGND Widerstandsrechner berechnet dies sofort gemäß NEN 1010, NEN 62305 und NEN 50522.

Wie tief muss ein Erdungsstab sein?

Die erforderliche Stabtiefe hängt vom Bodenwiderstand (ρ), der Grundwassertiefe und dem Zielwiderstand ab. In trockenem Sandboden können das 6–15 m sein; in Lehm oder feuchtem Boden oft 3–6 m. Der Stabtiefe-Rechner berechnet dies präzise mit BRO-Bodendaten für niederländische Postleitzahlen.

Was fordert die NEN 1010-Norm für Erdungswiderstände?

NEN 1010 schreibt Ra ≤ UL / Ia vor. Bei einem 30-mA-FI-Schutzschalter gilt Ra ≤ 1667 Ω. Bei einem B16-Leitungsschutzschalter ohne FI gilt Ra ≤ 0,63 Ω. EarthGND berechnet die genaue Grenze für jede Installationssituation.

Was sind BRO-Bodendaten und wie funktionieren sie?

BRO (Basis Registratie Ondergrond) ist das niederländische nationale Bodenregister. EarthGND verbindet sich automatisch damit: Postleitzahl eingeben und der Rechner ruft Bodenart, Grundwassertiefe und pH-Wert vom nächsten Messpunkt ab.

Wann werden parallele Erdungsstäbe benötigt?

Parallelstäbe sind erforderlich, wenn ein einzelner Stab den Zielwiderstand nicht erreicht — typischerweise bei niedrigen Ra-Anforderungen (< 1 Ω) oder ungünstigem Boden. EarthGND empfiehlt automatisch die Stabanzahl und den Mindestabstand.

Was ist der Unterschied zwischen TT- und TN-Erdungssystem?

Bei einem TT-System ist die Anlage unabhängig geerdet und auf einen lokalen Erdungsstab angewiesen. Bei einem TN-System ist der Versorgungsnulleiter bereits geerdet. Die Anforderungen an Ra unterscheiden sich erheblich: TT-Systeme mit FI-Schutzschaltern stellen strengere Ra-Anforderungen.

Was bedeuten Risikoklassen I–IV bei der Erdung?

Risikoklassen (gemäß NEN 62305 / EN 50522) geben das Blitzschutzrisiko an: Klasse I ist das höchste Risiko, Klasse IV das niedrigste. Der Bodenwiderstand beeinflusst die Klassifizierung. EarthGND zeigt die Klasse direkt nach der Berechnung.

Kann EarthGND für Erdungsberechnungen in Deutschland oder Belgien verwendet werden?

Die Dwight-Formel und NEN/EN-Normen sind international anwendbar. BRO-Bodendaten sind jedoch nur für niederländische Postleitzahlen verfügbar. Für andere Standorte können Sie den Bodenwiderstand manuell auf Basis einer lokalen Bodenuntersuchung eingeben.